Elektronische Editionen

Die Landeskonskription vom Jahr 1715

In Ungarn wurden während der feudalistischen Zeit erstmal im 18. und im 19. Jahrhundert (1715.; 1720.; 1828.) umfassende und relativ präzise Konskriptionen um die Einhebung der Steuern zu betreiben angefertigt. Die Konskription von Joseph II. blieb nur teilweise erhalten darum wird diese nicht zu den oben Erwähnten gezählt. Bei der Anfertigung der Listen wurden auch die neue Disziplinen des 18. Jahrhunderts (Ökonomie, Statistik usw.) angewendet, die die wirtschafts- und gesellschaftspolitische Anordnungen des aufgeklärten Absolutismus im 18. Jahrhundert beeinflussten.

Die Konskriptionen geben ein relativ präzises Bild über die Wirtschaft und die stŐndische Gesellschaft des Landes, sie bedeuten aber auch wichtige Angaben zur Heimat- und Familienforschung, denn andere Quellen enthalten nur geringe Informationen über die Unadeligen.

Die CD-ROM enthält nicht nur eine Datenbank mit dem Orts- und Personennamensregister sondern auch die digitalisierten Bilder der OriginalblŐtter der Konskription.

 

 


Urbaria et Conscriptiones

Der Bestand Urbaria et conscriptiones (Urbarien und Konskriptionen) ist eines der bekanntesten Schriftgüter im Ungarischen Staatsarchiv. Die Akten bestehen aus Urbarien, aus Konskriptionen über das Frongeld, aus Gutsschätzungen zwischen 1527 und dem 19. Jahrhundert. Im Bestand befinden sich viele Schriften über die bäuerlichen Gemeinden, aber sie sind auch für die wirtschafts-, gesellschafts-, politikgeschichtlichen Recherchen sowie der Heimat-, Familien- und Mentalitätsforschung von großem Wert. Diese sehr wichtige Arbeit wurde im Jahre 1963 von den Mitarbeitern des Ungarischen Agrarmuseum unter Führung ihres stellvertretenden Generaldirektors, Imre Wellmann begonnen. Als dann die Arbeit 1993 abgeschlossen wurde, hat man das originale Ziel, die Entwicklung einer elektronischen Datenbank nicht mehr vor Auge gehalten. Unsere Veröffentlichung enthält alle, über dieses Thema zur Zeit im Ungarischen Staatsarchiv auffindbare Daten.

 


 

 

Georgius Fejér: Codex diplomaticus Hungariae ecclesiasticus ac civiles. Budae 1829–1844. Ed. Miklós Sölch, Ungarisches Staatsarchiv–Arcanum, Bp., 2004.

Das aus 40 Bänden bestehende Opus von György Fehér stellt – trotz ihrer Fehler und Irrtümer – ein unentbehrliches Hilfsmittel der ungarischen Mittelalterforschung dar. Die Diplomtexte des Codex diplomaticus’ ist eines der meistbenutzten Bücher der mittelalterliche Themen bearbeitenden Fachbücher – vor allem wegen der in den Bänden auffindbaren Dokumente die seit der Lebenszeit von György Fejér verloren gegangen sind. Die CD-ROM bietet für die Forscher im Ungarischen Staatsarchiv zum Bestand der Diplome vor Mohács (1526) große Hilfe. Sie enthält die digitalisierte Form lateinisch-, ungarisch-, deutsch- und italienischsprachigen Dokumente. Zu den Bänden von Fejér wurde 1886 von Mór Czinár ein alphabetisches und ein Sachregister angefertigt, das auch auf der CD-ROM auffindbar ist, die alten Schreibfehler wurden vom Herausgeber korrigiert.

 


 

 

Collectiones Digitales Diplomaticae Hungariae

Inhalt:

Heimatarchiv - Codex Diplomaticus Patrius, I-VIII.

L. Bernát Kumorovitz: Regesten von Veszprém – Regesta litterarum ad episcopatum et capitulum ecclesiae Veszpremiensis pertinentium

György Fejér: Codex diplomaticus

Gusztáv Wenzel: Neues Archiv der Arpadenzeit – Codex Diplomaticus Arpadianus Continuatus, I-XII.

Heimaturkunden – Codex Diplomaticus Patriae

Levente Závodszky: Quellen der Gesetze von Königen Stephan dem Heiligen, Ladislaus dem Heiligen und Koloman dem Buchkundigen und der Konzilbeschlüssen – De fontibus decretorum synodaliumque tempore Sanctorum Stephani et Ladislai nec non Colomanni regum Regni Hungariae conscriptorum

Die Idee der Erstellung einer Ungarischen Digitalen Urkundensammlung tauchte erstmal in der Mitte der neunziger Jahre auf, und die Arbeit wurde von den Angestellten der Jókai Mór Stadtbibliothek in Pápa begonnen. Die Editoren der neuen Ausgabe hoffen die weitere Zusammenarbeit: ihren Plänen nach werden sie noch mehrere digitalisierte Urkundensammlungen erstellen.

Die Sammlung enthält neben dem Codex Diplomaticus, dem Neue Urkundensammlung der Arpadenzeit, der Heimaturkunden und den Regesten von Veszprém viele neue Urkunden. Die digitale Ausgabe sichert für alle Forscher und andere Interessenten den Zugang zu den wichtigsten, bisher schwer lesbaren, mittelalterlichen Quellen von Ungarn. Ihre Arbeit wird auch dadurch erleichtert, dass die früheren Ausgaben modernisiert wurden (z.B. die CD-ROM enthält auch die heutigen Signaturen der Urkunden).

Die Ausgabe der CD-ROM wurde durch die finanzielle Unterstützung des Kollegiums für Archivwesen beim Ministerium für Nationales Kulturerbe ermöglicht.


Libri Regii – Die Königlichen Bücher
1527–1918

Die Königlichen Bücher (Libri regii), die zwischen 1527 und 1867 in der Ungarischen Hofkanzlei, zwischen 1867 und 1918 in dem Ministerium um die Person Seiner Majestät geführt wurden, enthalten die Abschriften der wichtigsten, im Namen des Königs ausgegebenen Dokumente. Die insgesamt 38,000 Einträge in den 73 Bänden – unter ihnen die Abschriften von mehreren hunderten mittelalterlichen Urkunden – und die fast 3,000 bunten Wappenbilder sind eine einzigartige Schatzkammer der den gesellschaftlichen Status von Einzelpersonen und Gemeinschaften beeinflussenden öffentlichen und privaten Urkunden und der manchmal auch aus kunsthistorischem Gesichtspunkt bedeutenden Darstellungen, die das Interesse der Pfleger der philosophischen Wissenschaften und der Genealogie, und des sich mit Geschichte befassenden weiteren Publikums erwecken kann.
Mitarbeiter: Zsuzsanna Vissi, Gabriella Trostovszky, István Németh, Csilla Tuza, Judit Csavlek, Gabriella Magyari, György Németh.
Fotos: Erika Czikkely-Nagy, Micheller Jánosné, Szénási Jánosné